Tauranga


Den heutigen Tag habe ich wie geplant in Tauranga verbracht.
Aber morgens hieß es erstmal Abschied nehmen von meinen Hosts. Es fällt mir immer wieder schwer, sich von Leuten zu verabschieden, mit denen man einige Zeit verbracht hat. Wenn auch nicht besonders lange und nicht sehr intensiv. War jedenfalls ein sehr netter Abschied. Richard meinte noch, ich solle mich bei ihnen melden, wenn ich irgendwelche größeren Probleme in Neuseeland bekomme. "We could be your mum and dad here in New Zealand.", hat er noch hinzugefügt. Echt lieb :) Sue hat mir dann noch eine ganze Tüte Kiwis, 2 Avocados, Brot und Salat mitgegeben und mich nun doch direkt vorm Hostel abgesetzt.

Die Tauranga Art Gallery von Innen
Ich wollte dann auch gleich einchecken, aber das ging leider nicht, weil es noch zu Zeitig war. Also alle Wertsachen geschnappt und ab in die Stadt. Zuerst war ich in der Art Gallery hier. Das war sehr cool, aber auch verstörend. Unten gibt's ein paar Bilder. Der Eintritt ins Museum war frei bzw. gegen eine freiwillige Spende. Das finde ich sehr gut.
Anschließend habe ich mich ans Wasser gesetzt, Kindern beim Spielen zugesehen und gelesen.

Ich wollte unbedingt noch die "Moturiki Island" sehen. Die ist neben dem Mount Manganui - also wieder in den Bus und ab da hinter. Auf den musste ich aber erst noch 30
min warten. Die habe ich in der Bibliothek verbracht - da gibt es nämlich freies WLAN.
Auf dieser Insel (die doch nur eine Halbinsel war) war es echt schön. Nur der Weg da hin war scheiße, weil sich irgend eine Gruppe von Jugendlichen, die hinter mir am Strand entlang gegangen sind, einen Spaß daraus gemacht haben, sich an mich ran zu schleichen und mich nachzuäffen. Dabei haben sie sich dann selbst voll gefeiert.  Das war wirklich nicht schön. Die bin ich auch auf der Insel erstmal nicht los geworden.
Mein Mittagsausbilck
Am Ende habe ich dann doch einen schönen, ruhigen Platz auf den Klippen gefunden und dort meinen Salat zum Mittag gegessen und ein bisschen gelesen.
Mein Plan war eigentlich, noch einmal um den Mount Manganui herum zu laufen, aber auf dem Weg dahin habe ich mich kurz am Strand hingelegt, weil ich ganz schön müde war, und bin auch sofort eingeschlafen :D Meine Motivation um den Berg zu laufen war danach sehr niedrig, deshalb bin ich mit dem Bus zurück zum Hostel gefahren. War auch noch schnell bisschen einkaufen.


Panorama von der Spitze der Moturiki Island aus

Das Hostel ist wirklich schön und im 8-Bett Zimmer in dem ich bin ist auch sehr viel Platz. Allerdings haben sie mit freiem WLAN geworben, aber jetzt heißt es auf einmal, man muss es doch bezahlen. Deshalb gibt es auch die Bilder später. Upload über mobile Daten vom Handy ist mir zu "teuer".

2 schöne Muscheln vom Strand. Im Hintergrund der Berg
Alles in allem hätte es ein echt schöner Tag werden können, aber ich habe ihn wieder komplett  alleine verbracht. Dadurch macht alles irgendwie nur sehr wenig Spaß. Ich dachte hier im Hostel, finde ich vielleicht mal ein paar Leute, aber die 2, die im Zimmer sind, hängen mit Kopfhörern vorm Laptop und haben mich beim reinkommen gar nicht beachtet. Die, die in der Küche sitzen hängen auch vor Laptop bzw. Handy oder quatschen untereinander. Und der Rest sind Japaner, die sich auch (sehr laut) auf Japanisch unterhalten. Also nichts mit Kontakten. Das ist sehr schade. Fühle mich gerade ziemlich einsam hier.


Der Aufenthaltsraum im Hostel


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Für die, die es interessiert: Bilder aus der Tauranga Art Gallery.
Es gibt zur Zeit zwei Ausstellungen. Die erste ist von Roger Ballen und trägt den Titel "Theatre of the Mind". Sie ist wiederum in 5 Abschnitte unterteilt. In das "Theatre of the Absurd" (da musste ich unwillkürlich an den Besuch der Alten Dame denken - Danke Deutschunterricht! :D ), das "Theatre of the Hidden", das "Thetre of the Real and Unreal", das "Forbidden Theatre" und das "Theatre of Darkness". Ich habe die Texte nicht ganz verstanden, weil sie sprachlich sehr hoch angelegt waren, aber es schien irgendwie um das Nebeneinander von "sich verstecken" bzw. "nicht hinsehen wollen" und dem Offensichtlichen, dem Erkennen zu gehen.


"Twirling Wires" (2001) aus dem "Theatre of the Absurd"

"Prayers" (2011) aus dem "Theatre of the Real and Unreal"

Das "Theatre of Darkness" waren übrigens keine Bilder, sondern Filme. Damit ihr euch mal eine Vorstellung machen könnt: Hier könnt ihr euch das "Asylum of the Birds" auf YouTube anschauen. 

Die Zweite ist von Bob Jahnke und heißt "ATA: a third reflection". Dabei ist "ata" das Maori-Wort für Gestalt bzw. Reflektion. In der Ausstellung sollen die Beziehungen zwischen Licht und Reflektion, Geschichte und Erinnerung erforscht werden. Dabei Spielt auch die Geschichte der Maoris eine große Rolle. (Zwischen den Ureinwohnern Neuseelands (den Maoris) und den neuen Besiedlern von Übersee gab es sehr große Spannungen, Kriege etc.)








Kommentare

  1. Du bist nich so drr einzelgänger mensch kann das?
    Vil. Kannst das ja auf deiner reise "erlernen"!

    Wurde in dem museum auch einheimische kunst gezeigt?

    Halbinseln finde ich persönlich fast schöner als insel.

    Mal off-topic: hast du was von der wahl hier in deuschland mitbekommen?
    Und was sagst du (sofern du was mitbekommen hast) zu dessen ausgang?

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    1. Ich dachte eigentlich schon, dass ich allein ganz gut klar komme, aber das scheint nicht so zu sein. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich lernen möchte. Mit Anderen ist es doch für alle viel schöner.

      Der zweite, also Bob Jahnke, hat sich ja in seiner Ausstellung mit der Maori Kultur beschäftigt. Also ja. Irgendwie schon. Ist aber jetzt nichts, was man als "traditionell" einordnen könnte.

      Oh ja. Habe ich. Ein absolut schreckliches Ergebnis! Es kann doch nicht wahr sein, dass die AfD die drittstärkste Partei ist! Und auch nicht, dass die FDP stärker als die Linken und die Grünen ist! Ich bin echt dabei, meinen Glauben in die Menschheit zu verlieren. Ich meine mir war klar, dass es die AfD über die 5% Hürde schaffen wird, aber dass sie gleich die 3. werden - damit habe selbst ich nicht gerechnet. Es gab so viele negative Berichte über die AfD, da hätte selbst der letzte Protestwähler mitbekommen müssen, was die für einen Scheiß verbreiten... Vor allem ist es sehr traurig, wie gerade in Ostsachsen überall die AfD vorn liegt. Da möchte man schon ungern zugeben, selbst aus dieser Gegend zu kommen.

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  2. Irgendwo glaube ich mal gelesen zu haben, dass man immer wieder Kontaktangebote aussenden muss - manchmal dauert es eben "länger"......

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