So. Nach einer
gefühlten Ewigkeit, die ich mit packen und organisieren zugebracht habe ist es
nun wirklich so weit: Ich sitze im Zug Richtung Frankfurt Flughafen. Von dort
startet der Flug über Dubai nach Auckland.
Bis ich in den Zug
eingestiegen bin konnte ich nicht glauben, dass es jetzt wirklich los geht -
und auch jetzt erscheint es mir noch sehr unwirklich. Eher wie in einem Film.
Der Abschied von
Familie und Freunden fiel mir dann doch schwerer als gedacht und war sehr
tränenreich. Ich habe gerade im Zug erst einmal 1 1/2 Stunden gesessen und
nichts anderes gemacht, als versucht, den Abschied zu verarbeiten. Nachdem die
Umgebung, die ich aus dem Zugfenster gesehen habe nicht mehr so vertraut war,
wurde es irgendwie wenigstens etwas einfacher. Mittlerweile bin ich in einem
Zustand, in dem ich mich seltsam dumpf und leer fühle, aber vermutlich werden
sich bald wieder die Vorfreude und Neugier einmischen. Der Hunger kommt auch
schon langsam zurück :D
Lydi und mir ist
gestern noch aufgefallen, dass man von anderen, die ein Auslandsjahr machen nur
erstaunlich wenig über den Abschied hört. Komisch, oder? Die Theorie war, dass
man so wenig darüber spricht, weil Abschiedsschmerz ein Gefühl ist, das man rational
schlecht erklären kann man dadurch über reine Gefühle sprechen muss. Ich merke
ehrlich gesagt auch, dass es mir nicht so leicht fällt, darüber zu schreiben.
Was ich noch los
werden will: Mich beschleicht mehr und mehr das Gefühl, viel zu viele Klamotten
mit zu haben. Bin ja mal gespannt, ob sich das als Richtig herausstellt und wie
viel die Anderen, die den selben Flug haben, so mit haben.
Wie oft ich was in
den Blog hier schreiben werde, kann ich noch nicht sagen. Ich hoffe regelmäßig,
aber ich möchte mich nicht selbst unter Druck setzen.
Ich werde euch auf
jeden Fall unglaublich vermissen.
"Abschied heißt, was Neues kommt, denn anderswo gibt's ein Hallo. Abschied heißt Hallo."
- Fiel mir gerade noch ein. Ist ein Zitat aus dem Musical "Der
kleine Tag". Irgendwie ermutigend.
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