Wie versprochen: Der erste Post über die Unternehmungen, die
ich gemacht habe, während ich auf der Farm in Ashburton gearbeitet habe.
Der Little Mount Peel ist einer der 3 Mt Peels im Peel
Forest. Von der Farm bis dort hin fährt man ca. 40 Minuten. Die beiden anderen
Berge heißen „Middle Mount Peel“ und „Mount Peel“. Wie der Name schon sagt, ist
der Little Mount Peel mit 1311m der kleinste von ihnen. Der Aufstieg war mit
950hm für einen untrainierten jeden-Meter-mit-dem-Motorrad-Fahrer wie mich
trotzdem ziemlich heftig. An dem Tag war es wirklich heiß und vor allem im Wald
auf dem unteren Teil des Aufstiegs total schwül und drückend – aber wenigstens
schattig. Ab ca. 300hm ging es aber nur durch niedrige Büsche und die Sonne hat
echt gebrannt. Oben angekommen stellte sich heraus, dass die Aussicht diesen
Kampf wert war: eine 360° Aussicht über Canterburry. Auf der einen Seite
riesige Weiten an flachem Farmland bis zur Küste und direkt hinter mir auf der
anderen Seite wunderschön aufgefaltete Berge. Und das bei wolkenlosem Himmel. Beeindruckend
vom Feinsten!
Wir haben uns auch den ein oder anderen Tractor Pull
angeschaut. Einer ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Der eine Typ hatte
seinen Traktor so stark modifiziert, dass er ohrenbetäubend laut war. Ich
glaube ich habe noch nie etwas Lauteres gehört. Nichtmal bei einem Konzert
direkt vor der Lautsprechern zu stehen haut so rein. Trotz Ohren zuhalten hatte
ich danach das Gefühl taub zu sein und das Geräusch war so laut, dass der Boden
richtig stark vibriert hat. Das Tractor Pull Gelände war etwas abseits, aber
nach diesem einen Traktor kamen richtig viele Leute vom eigentlichen Show
Gelände angerannt um zu sehen was diesen Lärm und das „Erdbeben“ verursacht
hat. Also ganz ehrlich, das war echt extrem.
Wir sind wegen den Kindern nicht sehr lange geblieben. Aber kurz bevor wir gegangen sind, haben wir noch eine sehr sehr merkwürdige Tradition beobachtet. Klaviere zertrümmern. Es sind 3 Teams angetreten. Jedes Team hatte ein altes Kalvier vor sich stehen, das es zu zerlegen galt. Mit einem Vorschlaghammer. Die Trümmer mussten im Endeffekt so klein sein, dass man sie durch eine kleine Öffnung schieben kann. Insgesamt muss das Ganze Klavier da durch. Und nun ging es darum welches Team als erstes das ganze Klavier durch die Öffnung bekommt. Witzigerweise hat das Frauen-Team gewonnen :D Aber zuzusehen wie Klaviere zertrümmert werden – das tut echt weh.
Wanderung auf den Little Mt. Peel (04.03.2018)
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| beim Aufstieg |
Ich habe dann auf dem Gipfel eine ganz gemütliche
Mittagspause gemacht, die Aussicht genossen und dabei locker über eine Stunde
dort oben gesessen.
Aber dann kam der Abstieg. Ich dachte „Och ja und jetzt nur
noch schnell runter und dann bist du da.“ Aber so chillig war das nicht. Ich
bin einen anderen Weg runter gegangen als ich hoch gekommen bin. Der führte den
südlichen Rücken hinunter und hat mich mehr an Klettern als an Wandern
erinnert. Der sogenannte „Weg“ war brutal steil und führte manchmal einfach
irgendwelche Felsbrocken hinunter, war nicht wirklich markiert und größtenteils
so zugewachsen, dass man echt nur raten konnte wo es lang ging. Außerdem gab es
keinen Schatten und die Luft stand komplett still. Richtiges
Griechenland-Feeling. Abends um 6 waren es immer noch 26° und ich bin natürlich
– schlau wie ich bin - in der Mittagshitze auf den Berg hoch und runter.
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| Da bin ich runter geklettert |
Also ich muss zugeben, ich bin bei der Wanderung echt an
meine Grenzen gekommen. Der Abstieg war nicht mehr feierlich. Meine Beine haben
so stark gezittert, dass es bei der Steigung echt gefährlich war – und ich war
alleine. Wasser hatte ich eigentlich richtig viel mit (über 2l), aber es hat
trotzdem nicht gereicht. Die letzten Kilometer hab ich mich mehr geschleppt,
als dass ich gewandert bin. Ich war unglaublich froh als ich wieder am Auto
war.
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| Der Abstieg über den Südlich Rücken - in der Mittagssonne |
Echt eine wichtige Erfahrung auch mal an meine Grenze zu
kommen finde ich. Obwohl das vielleicht nicht der Beste Weg war, sie zu finden.
Mayfield Show (10.03.2018)
Die Mayfield Show ist DAS Event in Mayfield. Dort wird praktisch
alles gezeigt und vorgestellt, was auch nur im Geringsten irgendeine Verbindung
zu Farming und Tierzucht hat. Es gab zum Beispiel eine Schaf-Scher-Show (tolle
Alliteration übrigens :D ), Schweinerennen, Preisgekröntes Obst und Gemüse
anzuschauen, einen Vogelscheuchen-Wettbewerb, Tractor Pulls, einen Streichelzoo
und natürlich ganz viele Fressbuden und Verkaufs-Stände.
Libby und Matt sind mit ihren beiden kleinen Jungs hin
gegangen und haben mich netterweise mitgenommen :)
Der Streichelzoo war besonders interessant, weil er von
meiner Kollegin Suzi organisiert wurde. Dort konnte man von Aalen (ja, kein
Witz. Aale), über Ziegen, Kälber, Schweine, Lamas und Hundebabys einfach alles
streicheln. Ziemlich krass. Für die Tiere aber wahrscheinlich nicht so nice :/
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| Tractor Pull |
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| Das war der so krass modifizierte und laute Traktor |
Wir sind wegen den Kindern nicht sehr lange geblieben. Aber kurz bevor wir gegangen sind, haben wir noch eine sehr sehr merkwürdige Tradition beobachtet. Klaviere zertrümmern. Es sind 3 Teams angetreten. Jedes Team hatte ein altes Kalvier vor sich stehen, das es zu zerlegen galt. Mit einem Vorschlaghammer. Die Trümmer mussten im Endeffekt so klein sein, dass man sie durch eine kleine Öffnung schieben kann. Insgesamt muss das Ganze Klavier da durch. Und nun ging es darum welches Team als erstes das ganze Klavier durch die Öffnung bekommt. Witzigerweise hat das Frauen-Team gewonnen :D Aber zuzusehen wie Klaviere zertrümmert werden – das tut echt weh.
Diese Show war echt genau das, was man sich unter einer
richtigen Counry Show vorstellt. Totales Klischee aber echt cool mal
anzuschauen.










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