22.-25.02.2018
Da ich ja jetzt mit meinem Auto mobil bin, kann ich Menschen
besuchen gehen. Gleich nachdem Mama und Papa abgeflogen sind, habe ich mich auf
den Weg nach Culverden gemacht. Das liegt ca. 1h nördlich von Chistchurch. Dort
habe ich Sophie besucht, die ich in Galatea kennen gelernt hatte. Sie arbeitet
dort nämlich zur Zeit auf einer Farm.
Das Wiedersehen war sehr schön – wir haben uns bestimmt 2
oder 3 Monate nicht gesehen und uns sehr viel zu erzählen gehabt.
Wir haben bisschen gequatscht, ich habe ihren Kollegen
kennen gelernt und danach ging es direkt zum Melken. Aber zuerst: Kühe rein
holen. Zu zweit auf einem klapprigen Farm Motorrad, dass eigentlich nur für
eine Person gebaut ist. Das war echt witzig. Und mein Gott habe ich Kühe
vermisst :D
Ich glaube es waren so um die 600 Kühe. Aber in einer
normalen Herringbone Shed. Das heißt das Melken hat eeeeeewig gedauert. Mit
Kühe rein holen und sauber machen so um die 5h. Und die Melkanlage war
ergonomisch irgendwie auch nicht sehr günstig gebaut. Nach einer Stunde hat man
ziemliche Rückenschmerzen bekommen. Und die Kühe waren echt dreckig.
Der Unterschied zu 200 Kühe melken ist wirklich enorm. Man
wechselt ganz schnell in diesen „Massenabfertigungs-Modus“, in dem man sich
nicht mehr über die einzelnen Kühe Gedanken macht, sondern die Herde nur noch
als Ganzes sieht.
Ich bin nur 2 oder 3 Tage da geblieben aber ich glaube
länger hätte ich jedenfalls körperlich nicht ausgehalten. Es ist mir ein Rätsel
wie Sophie es geschafft hat, dort über 2 Monate zu arbeiten. Zumal ihr Kollege
auch nicht der hilfsbereiteste Mensch ist.
Trotz des anstrengenden Melkens war es super schön dort zu
sein und vor allem Sophie wieder zu treffen. Außerdem fand ich es echt gut, mal
zu erfahren/spüren, wie es ist, sehr viele Kühe zu melken. Ich hätte nicht
gedacht, dass das so einen Unterschied macht.

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