Queenstown


21.04.2018

Die Straße von Wanaka nach Queenstown, die Crown Range Road,  habe ich zwar schon einmal gesehen, aber dieses Mal war sie noch beeindruckender. Warum? Weil weder Nebel noch Regen die Sicht versperrt haben. Vor allem kurz vor Queenstown hat mich das sich an den Hang schmiegende Städtchen Arrowtown sehr beeindruckt. Die Bäume rund herum haben sich mit ihrem leuchtenden Orange-Ton sehr vom braunen Hang dahinter abgehoben. Leider gab es auf den Serpentinen Straßen den Hang runter keine gute Möglichkeit anzuhalten und ein Foto zu machen.

Blick vom Lookout auf der Crown Range Road



Queenstown ist ein sehr schnuckeliges Städtchen. Obwohl. Eigentlich ist es gar nicht so klein. Die Wohnhäuser, Lodges und Hotels strecken sich sehr weit raus. Die „Innenstadt“ ist aber trotzdem schnucklig und besteht ausschließlich aus Cafés, Restaurants, Reisebüros, Buchungscentern und Outdoor- und Souvenir-Läden. 

Nachdem ich viel zu viel für einen Parkplatz bezahlt habe, habe ich mich daran gemacht, die Stadt zu erkunden. Lange hat das nicht gedauert, obwohl ich mir den einen oder anderen Laden auch von innen angeschaut habe. Außerdem gibt es in Queenstown auch ein „underwater observatory“. Man geht in einen Raum unter der Wasseroberfläche und kann sich von dort durch die Fenster die im Hafen schwimmenden Fische, Aale und die tauchenden Enten anschauen. Wenn man Kleingeld hat kann man sie sogar füttern. Aber das habe ich schön andere machen lassen :D Die Größe der im Hafen schwimmenden Forellen ist jedenfalls echt enorm. Die sind ungelogen locker einen Meter lang gewesen - und echt fett. Kein Wunder bei den ganzen Touris mit Kleingeld.

Da hatte jemand Münzen für Futter eingeworfen

Ich hatte natürlich mal wieder Glück und es war gerade der wöchentliche Handwerkermarkt. Der war dieses Mal ein bisschen größer als in Wanaka und es gab einige echt schöne Dinge zu sehen. Zum Beispiel schönen Schmuck aus Jade, anderen Steinen und Knochen, Sachen aus Wolle, Gestricktes, ätherische Öle, Seifen usw. Die Stimmung wurde durch den Gitarristen, der sein Können zum Besten gegeben hat super entspannt.

Queenstown "Downtown" mit Hintergrund
Wenn man in Queenstown nicht unglaublich viel Geld für diverse Adrenalin ausschüttende Aktivitäten ausgeben will hat die Stadt ehrlich gesagt nicht allzu viel zu bieten – abgesehen von ihrer wunderschönen Lage natürlich. Egal wo man ist, man sieht immer entweder Berge oder den Lake Wakatipu. Während ich dort war hat es auch dauernd ein wenig geregnet, sodass über einem Hügel ein permanenter Regenbogen zu sehen war.

Da ich wie gesagt relativ schnell mit der Innenstadt „durch“ war, hatte ich vor mich mit meinem Laptop in ein sehr berühmtes und angeblich sehr gutes Café zu setzen, einen Kuchen zu essen oder eine heiße Schokolade zu trinken und WLAN zu schnorren. Das Café war aber leider total überfüllt und so bin ich wie der average Hipster mit meinem Laptop im Starbucks gelandet. Um das Klischee perfekt zu machen gab es dazu natürlich eine heiße Schokolade mit Haselnuss und Sojamilch.

Nachdem ich dann glücklich 2 oder 3 Stunden im Starbucks verbracht habe, bin ich wieder in mein Auto (Parkticket abgelaufen, sonst hätte ich natürlich noch länger die Starbucks Atmosphäre genossen) und weiter in Richtung Te Anau gefahren. Die Campingplätze direkt bei Queenstown waren mir einfach zu teuer. 

Kurz nachdem ich aus der Stadt raus war habe ich noch meinen ersten Hitchhiker aufgepickt. Ihn habe ich am nächsten Morgen im Endeffekt auch noch bis Te Anau chauffiert. Obwohl der Typ etwas dreist war, waren auf jeden Fall einige sehr interessante Gespräche über Religionen, Asien sowie Unabhängigkeit vs Einsamkeit und ein schöner Abend mit Gitarre dabei.

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