Regenwetter in Twizel


28.04. - 30.04.2018

In der Nacht nach der ich von Mt Cook zurück gekommen bin hat es angefangen zu schütten – und für die nächsten 2 oder 3 Tage nicht mehr aufgehört. Non Stop. Ohne Ausnahme. Das war echt ganz schön entnervend. Dieses ständige Geräusch des Regens. Die Tropfen, wie sie auf das Autodach trommeln. Und alles grau und nebelig. Man hat keinen einzigen Berg gesehen. Und alles nass und klamm. Die Fenster beschlagen, die Decken klamm und kalt, die Klamotten nass. Und nix trocknet. Nicht im Geringsten. Es wurde eher jeden Tag schlimmer.

Ganz so schlimm war es aber nicht, denn ich habe die 3 Tage mit Joel verbracht. Wir haben zwar nicht viel gemacht, außer entweder im Auto oder in Twizel rumgehangen, aber zu zweit war das wesentlich cooler als alleine. Und viel interessanter. Ich habe in der Zeit eine Menge über mich selbst gelernt. Ab und an haben wir auch was mit Chloe gemacht. Joel und sie haben sich den Tag davor beim Wandern kennen gelernt. 

Alle Bilder sind nach dem Regen entstanden. Man kann den Schnee auf den Bergen hinter den Wolken nur erahnen.

Was sehr schade war, war aber, dass Libby (von der Farm bei Ashburton) mir in Aussicht gestellt hatte, dass ich in Twizel in ihrem Ferienhaus wohnen könnte. Das hätte bei dem Regen natürlich exzellent gepasst. Regen und Campen ist nämlich nicht besonders toll, weil man wie gesagt die ganze Zeit auf engstem Raum rumhockt, immer durch den Regen muss, wenn man auf Klo will, nichts trocknen kann und kochen auch nicht wirklich geht, weil man ja draußen kochen muss. (Das alles war allerding für mich etwas einfacher, weil Joel einen großen Van hat, in dem man mehr Platz hat und vor allem auch kochen kann.) 

Der Campground. Direkt am Lake Pukaki.

Jedenfalls habe ich 2 mal nachgefragt, ob ich dieses Haus benutzen könnte. Das erste Mal habe ich gar keine Antwort bekommen, dann habe ich nochmal gefragt, ob meine Nachricht vielleicht nicht angekommen war. War sie aber. Es sah dann fast so aus, als würde es klar gehen, aber mittendrin schrieb sie einfach nicht mehr zurück. Nochmal nachzufragen war mir dann aber zu blöd. Ich dachte mir vielleicht wollen sie es doch nicht und sind nur zu nett um mir das direkt zu sagen. Also gut. Dann halt kein Haus. Wäre schön gewesen, aber andererseits: Wäre ich in diesem Haus gewesen, hätte ich nicht so eine schöne Zeit mit Joel verbracht, nicht Chloe kennen gelernt und wäre nicht nochmal mit den Beiden wandern gegangen. (Dazu mehr im nächsten Post.) Also war es eigentlich sehr gut so.


 
Außerdem habe ich während der 3 Tage keinerlei Geld für Campen ausgegeben. Wir waren alle 3 auf einem kostenlosen self-contained Campingplatz. Dort gab es zwar nur Plumsklos nur mit Desinfektionsmittel statt Waschbecken und sonst nichts aber das hat gereicht. Ein paar Tage ohne Duschen überlebt man – vor allem wenn man sich sowieso nicht groß bewegt und kochen ging ja wie gesagt bei Joel. Habe mich auch ansonsten ziemlich bei ihm durchgeharzt :D Ich hab zwar versucht so viel wie möglich selbst beizusteuern, aber so einfach war das gar nicht.

Kommentare

  1. Danke für die ausführlichen Berichte. Weiterhin gute Reisen bzw. Aufenthalte.
    Kaum zu glauben, was in so kurzer Zeit alles möglich ist. Und wieder tolle Fotos.

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    1. Dankeschön :))
      Ja das stimmt. Es ist wirklich unglaublich wie viel man in so einer kurzen Zeit erleben kann.

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  2. Danke für all die interessanten Berichte und die wunderschönen Bilder. Wir haben auf der Karte deine Wege gesucht und (natürlich nur grob) gefunden. Die Regentage waren sicher ungemütlich. Die Hauptsache ist, dass du gesund geblieben bist. Weiter noch eine schöne und interessante Zeit!

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    1. Freut mich :)
      Irgendwann bekommt ihr noch eine Karte auf der meine Wege eingezeichnet sind. Ich habe schon eine gemacht. Mama und Papa müssten ein Bild davon haben.

      So ungemütlich war es für mich im Endeffekt gar nicht - aber ohne Regen ist es natürlich weit schöner.
      Nein, wirklich krank geworden bin ich zum Glück nicht. Ich hatte nur mal für 2 Tage einen richtig fiesen Schnupfen, aber der ist ein Glück wieder weg :)

      Danke :) Euch auch!

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