8.2.18-22.2.18
Kurzübersicht für Topographen oder ganz schnelle
8.2. Vom Coundown Christchurch über den Arthur's Pass (SH73, Teil des Great
Alpine Highway) zur "Avalanche Creek Campsite" in "Arthur's
Pass", kurze Wanderung zum Wasserfall "Devil's Punchbowl"
9.2. SH73 entlang an die Westküste, dann auf den SH6
Richtung Süden, erstes Mal in der Tasmanischen See Baden in Hokitika, dann
weiter zum Franz-Josef Glacier, anschließend Campen im "Glacier Country Campervan
Park" in Franz-Josef
10.2. auf SH6 die Westküste entlang Richtung Süden mit
vielen Zwischenstopps an Aussichtspunkten (z.B. Knights Point, Ship Creek Beach
und Wasserfällen "The Roaring Billy" und "Thunder Creek
Waterfall" am Haast Pass) und kurzer Badepause am Lake Paringa, dann auf
den Campingplatz "Boundary Creek" am nördlichsten Ende des Lake
Wanaka
11.2. weiter auf SH6, Brunch-Pause in Wanaka, dann weiter
über die "Crown Range Road" wieder auf SH6, dann auf SH94 bis fast
zum Milford Sound, aufgrund eines vollen Camping Platzes wieder zurück zur
"Cascade Creek Campsite" am Lake Gunn
12.2. Bootstour auf dem Milford Sound, dann über SH94 und
SH99 nach Manapouri am gleichnamigen See Campen (oder Glampen?) in der Possum
Lodge, auf dem Weg viele Zwischenstopps (z.B. bei "The Chasm" und den
Mirror Lakes")
13.2. SH99 entlang nach Invercargill, Stopps an der Südküste
an McCrackens Rest, am Gemstone Beach und in Riverton zum dekadenten
Mittagessen im Restaurant, in Invercargill im Baumarkt Besichtigung des
Motorrads aus dem Film "The Worlds Fastest Indian" (deutscher Titel:
Mit Herz und Hand), anschließend auf dem SH1 weiter nach Bluff auf "The
Bluff Camping Ground", vor dem schlafen noch den Stirling Point besucht
und den Bluff Hill bestiegen
14.2. Besichtigung des "MotorcycleMecca" in
Invercargill, dann der Southern Scenic Route folgend den SH92 in die Catlins
hinein. Stopps an den Klippen von Fortrose, am Waipapa Point Lighthouse, am
Slope Point (südlichster Punkt), dann zum "Curio Bay Campingground"
15.2. Dem SH92 folgend zu den "Niagara Falls", dann
nach Papatowai, dort Kaffee trinken im "The Lost Gypsy", dann weiter
zu Jack's Blowhole und wieder zurück zu den Purakaunui Falls, anschließend
weiter zum Campingplatz in der Purakaunui Bay
16.2. Wieder den SH92 zurück zu den Cathedral Caves, dann
weiter, noch einmal Kaffee im "The Lost Gypsy" und weiter nach Norden
zum Nugget Point, anschließend auf den SH1, kurzer Halt in Dunedin, dann nach
Waikouaiti zum "Waikouaiti Beach Motor Camp"
17.2. SH1 Richtung Norden, Touri-Stopp an den Moeraki
Boulders, lange Besichtigung von Oamaru (Steam Punk Muesum und Victorianische
Innenstadt), dann in den "Waitaki Waters Holiday Park" am Waitaki
River
18.2. SH1 Richtung Norden, ohne Zwischenstopps, da nicht
viel zu sehen und in Eile, da in Lincoln und Christchurch zum Autos besichtigen
verabredet (ja, ich will mir eins kaufen), Besichtigung und Gottesdienst in der
Transitional Cathedral in Christchurch, Pizza essen und Übernachtung auf dem
kostenlosen Campingplatz "Chamberlains Ford Recreation Reserve"
19.2. Autokauf, dann über SH75 Flucht vor dem Zyklon in die
Okains Bay (Banks Peninsula) auf den gleichnamigen Campingplatz
20.2. Autoübergabe in Lincoln, dann nach Christchurch in die
"Blenheim Road Motorlodge", Besorgungen in Christchurch
21.2. Besorgungen in Christchurch, Testrunde mit dem neuen
Auto, Besuch des Canterbury Museum
22.2. Mietauto Abgeben, Besuch des Antarctic Center neben
dem Flughafen und Eltern am Gate verabschieden :(
Das war jetzt die schnelle Version - etwas genauer geht es
aber schon noch. Da es vermutlich in eine Trilogie ausarten würde, wenn ich
versuche, jeden einzelnen Tag genau zu beschreiben will ich nur einige
vereinzelte Gedanken mit euch teilen.
Wie waren wir unterwegs?
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| Fertig für die Nacht |
In einem gemieteten Jucy Campervan. Das sind diese überhaupt
gar nicht auffälligen grün-lila Autos, die überall über Neuseelands Straßen
rollen. By the way: Was für eine abartige Farbkombi :D Grün-Lila? Ich bitte
dich. Das ist ja wie Pink-Avocado…
Eigentlich wollen wir ein größeres Auto mieten, aber die
waren alle schon ausgebucht. Es ging auch so.
Tagsüber ist das Auto ein normaler Van, dem die mittlere
Sitzreihe fehlt. Unsere übliche Sitzordnung war ich am Steuer, Papa als
Beifahrer und Mama hinten zwischen unserem ganzen Gepäck. Hinten im Kofferraum
war eine kleine Küche - sogar mit Kühlschrank und ausziehbarem Gaskocher -
eingebaut.
Abends musste man dann all das Gepäck aus dem Auto raus
räumen, um die hintere Sitzbank zu einem Bett umzufunktionieren. (Einen Tisch
zu bauen war übrigens auch möglich. Man muss sich halt nur zwischen Tisch und
Bett entscheiden.) Mama und Papa haben dann im Auto geschlafen.
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| Ich in meinem Penthouse |
Und ich? Wir hatten auf dem Dach ein auskurbelbares (gibt es
das Wort eigentlich?) Dachzelt. Sogar mit Fenstern. :D Das habe ich dann also
jeden Abend hoch gekurbelt, meinen Rucksack hoch gehievt, bin die Leiter hoch
geklettert und habe mich in meinem Schlafsack neben meinem Rucksack eingerollt.
Unten war kein Platz mehr für mein Gepäck. Mama und Papa haben ihre Rucksäcke
nachts immer auf den Vordersitzen deponiert, da ja hinten das Bett und im
Kofferraum die "Küche" war.
Das war jeden Abend und Morgen ein ganz schönes hin- und her
geräume. Am Anfang haben wir dafür auch ewig gebraucht, aber wir sind jeden Tag
schneller geworden.
Die einzige Schwierigkeit die blieb: Das ganze bei Regen.
Gepäck draußen hinstellen ist nicht, Türen offen lassen auch nicht und man muss
aufpassen nicht zu nass zu werden, weil die Klamotten im Auto nicht trocknen.
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| Das Ganze bei Regen |
Was ist mit Essen?
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| Mittagessen |
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| Abends Kochen am Lake Wanaka |
Orte, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind:
- Lost Gypsy
- Oamaru
- Gemstone Beach
- Ship Creek Beach
- Waipapa Point Lighthouse
- Weg zum Milford Sound
- Badestopps in Hokitika und am Lake Paringa
- Baumarkt in Invercargill
- Bluff Hill
- Purakainui Bay
- Antarctic Center in Christchurch
- Die Catlins allgemein
Es ist erstaunlich, aber die Orte, die nicht unsere Hauptziele
waren, sondern einfach auf dem Weg lagen, sind mir am schönsten in Erinnerung
geblieben. Es zeigt sich also mal wieder: "Der Weg ist das Ziel."
Es verwundert mich ehrlich gesagt selbst, dass mir z.B. der
höchst beeindruckende Milford Sound weniger im Gedächtnis hängen geblieben ist,
als der Weg dorthin. Ich glaube aber das liegt daran, dass man an den Weg und
an ungeplante Stopps keine Erwartungen hat, an die "Hauptziele" aber
schon. Dadurch ist man dann schon darauf vorbereitet, was man sehen wird, bzw.
sieht nur was man sehen will oder erwartet zu sehen. Ohne Erwartungen an etwas
heran zu gehen macht wirklich einen enormen Unterschied.
Aber nun die Frage: Warum sind mir die Orte besonders im Gedächtnis geblieben?
Das Lost Gypsy Café
Ein wunderbarer Ort. Ich habe noch nie so viele faszinierte
"erwachsene" Menschen auf einem Haufen gesehen.
Der Besitzer des Cafés hat aus alten Dingen ganz viele tolle
Sachen gebastelt. So kleine Maschinchen wo man z.B. an einer Kurbel dreht und
dann passiert irgendwas. Die ganzen Dinge hat er dann in einem alten Schulbus
und seinem Garten installiert. Da konnte man einfach rein gehen und sich
überraschen lassen. Muss man selbst gesehen haben, aber damit ihr eine
Vorstellung habt, habe ich einige Bilder und Videos gemacht.
Das Ganze wurde von anderen (natürlich auch deutschen…)
Besuchern sehr treffend mit leuchtenden Augen als "Das ist ja wie bei
Peter Lustig und Petterson und Findus zusammen!" eingestuft.
Der Typ der alles gebastelt hat, hatte auch eine sehr
besondere Ausstrahlung, finde ich. Er saß da nebenan im Raum und hat sich
einfach über die begeisterten Menschen gefreut und an seinem nächsten Projekt
gebastelt.
Wir fanden es jedenfalls so toll, dass wir da direkt 2 mal
vorbei geschaut haben. Das erste Mal nur auf einen Kaffee und das zweite Mal
auch auf etwas zu Essen. Ich habe dort die definitiv besten Frühlingsrollen meines
Lebens gegessen.
Oamaru
Oamaru ist eine wunderschöne kleine Stadt, die ausnahmsweise
mal nicht aussieht wie irgendein Kaff in Amerika - was sonst ein ziemlich
häufig auftretendes Syndrom Neuseelands' Kleinstädte ist. Das Besondere an
Oamaru ist die viktorianische Innenstadt. Laut Wikipedia "eine der
beeindruckendsten Historischen Gesamtanlagen Neuseelands". In diesem
Stadtteil finden sich dann zahlreiche kleine Souvenier -, Künstler- und
Buchläden, die man wunderbar erkunden kann - nur um sich danach bei Kaffee und
Kuchen auszuruhen.
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| Das Steampunk HQ |
Das ist auch der andere Grund, der diese Stadt so besonders
toll macht. In besagtem Steampunk HQ findet man überall aus alten Metallteilen
zusammen geschweißte und genietete Statuen. Obwohl. Statuen? Das erweckt einen
falschen Eindruck. Es klingt viel zu bieder. Vielleicht könnte man
"Gebilde" sagen, da das Ganze ziemlich abstrakt und irgendwie
zwielichtig, vielleicht sogar verstörend oder brutal wirkt. Andererseits
würdigt das Wort "Gebilde" nicht den künstlerischen Aspekt der
Ausstellung. Schwierige Sache mit den Bezeichnungen :D Der Hauptteil der
Ausstellungsstücke (vielleicht ist das das passendste Wort?) wurde jedenfalls
von Chris Merder kreiert - falls sich da mal jemand schlau machen möchte.
Anyway. Ich bin dort tief beeindruckt wieder raus gegangen.
Auch hier ist das mit dem Beschreiben schwierig. Schaut euch
einfach die Fotos und Videos an.
Die Atmosphäre in dieser Stadt ist jedenfalls ganz
Besonders. Die künstlerische Einwirkung ist irgendwie zu spüren. Sogar der
Spielplatz am Hafen weist einen Touch von Steampunk auf.
Gemstone Beach
Am Gemstone Beach findet man sich an einer Art Sandstein
Strand mit Sandsteinklippe wieder. Angeblich soll es dort besonders viele
Edelsteine geben. Wir haben aber keine gefunden - oder haben nicht erkannt,
dass es sich um Edelsteine gehandelt hat.
Irgendwie hat mich dieser "Strand" aufgrund seiner
Rauheit beeindruckt. Das Wetter an dem Tag hat auch die entsprechende
Atmosphäre geschaffen: Es war bewölkt, windig und regnerisch.
In diese Sandsteinklippe konnte man mit einem Stück Holz
oder Stein wunderbar ein Relief einarbeiten. Das hatten schon einige gemacht
und ich habe mich auch dran versucht. Hat wirklich Spaß gemacht.
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| Man beachte die vom Wind gebogenen Bäume |
Ship Creek Beach
Dieser Strand war irgendwie wunderschön. Und außerdem war es
der erste richtige "Neuseeland Strand" an der Westküste für uns.
Vorher waren wir nur am Strand in Hokitika baden und der war noch nicht so
einer von der paradiesischen Neuseeland-Sorte, an denen man sich wie in der
Karibik fühlt. Der Ship Creek Beach ist aber so einer.
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| Blick auf den Ship Creek Beach von einem Aussichtspunkt weiter oben |
Und das Beste: Wir haben von dort aus die berühmten, vom Aussterben
bedrohte Hector-Delfine gesehen. Das Besondere an ihnen ist, dass sie sehr
klein sind (max. 1,5m), im Gegensatz zu anderen Delfinen eine runde
Rückenflosse haben und ausschließlich in den Gewässern um Neuseeland herum
leben.
Außerdem sind an diesem Strand einige wirklich schöne Bilder
entstanden.
Waipapa Point Lighthouse.
Dort sind mir drei Dinge besonders in Erinnerung geblieben:
- Das Geräusch der kleinen, vom Wasser rund geschliffenen Steine am Strand wann immer sie von einer seichten Welle in Bewegung gebracht worden sind
- Die nicht aus der Ruhe zu bringenden Seelöwen am Strand. Die haben dort einfach gechillt. Es hat sie nicht mal gejuckt, wenn sie eine Ladung Wasser ins Maul bekommen haben. Sie haben sich einfach einmal gestreckt und weiter geschlafen. Auch von den Touris waren sie nicht zu beeindruckt. Ich habe den ersten nicht einmal entdeckt und wäre quasi drüber gestolpert, hätte er sich nicht bewegt.
- Der Bodenbewuchs am Strandrand, der sich anfühlte wie Kunstrasen. Wenn meine Recherchen richtig sind heißt das Zeug "Muehlenbeckia complexa"
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| Total relaxter Seelöwe |
Weg zum Milford Sound
Dieser führt erst durch Hügel mit beeindruckend weiten
Grasebenen wie die Knobs Flat und dann in Serpentinen durch immer steiler
werdende Berge mit Wasserfällen und allem Drum und Dran. Die Berge gehen oft so
steil in die Höhe, dass man ihre Spitze aus dem Autofenster heraus nur erahnen
kann. Wenn man auf den höchsten Punkt der Straße zufährt, fährt man in eine
Sackgasse natürlichen Ursprungs hinein. Steile Bergwände links, rechts und vor
einem. Aus dieser Sackgasse hat Menschenhand einen Ausweg geschaffen: Es geht
durch den sehr steilen, langen und dunklen Homer Tunnel auf die andere Seite
des Berges vor einem. Ab dort geht es Richtung Milford Sound nur noch bergab.
Die Milford Road ist in der Abend- und Morgendämmerung
besonders beeindruckend. Und wir haben beides mitgenommen. Abends sind wir in
den Sound hinein gefahren, musste aber wie gesagt wegen eines vollen Campingplatzes
wieder raus. Am nächsten Morgen sind wir dann in aller Frühe aufgestanden um
rechtzeitig zur Bootstour zu erscheinen. Die Sonne hatte gerade so die
Berggipfel erreicht und die dran klebenden Wolken pink gefärbt.
Auf dem Rückweg aus dem Sound heraus haben wir dann auch
endlich Zeit gehabt um die vielen kleinen Stopps auf dem Weg mitzunehmen. So
zum Beispiel "The Chasm" oder die Mirror Lakes.
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| Knobs Flat |
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| Die natürliche Sackgasse |
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| Homer Tunnel |
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| Milford Sound bei Sonnenaufgang |
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| The Chasm |
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| Mirror Lakes |
Badestopps in Hokitika und am Lake Paringa
Der Stopp in Hokitika war landschaftsmäßig gar nicht so
besonders. Für mich/uns war es das trotzdem, denn er war für uns das
"Anbaden" in der Tasmanischen See. (Bzw. für Mama und Papa war es
sogar das erste Mal Strand in Neuseeland.)
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| Anbaden in Hokitika |
Das wir im Lake Paringa schwimmen gegangen sind war eine
super spontane Entscheidung. Eigentlich wollten wir nur eine Toilettenpause
machen, aber dann sah der See so einladend aus, dass ich einfach rein MUSSTE.
Das Wasser war total glatt und still, sodass sich die bewaldeten Berge um den
See herum darin gespiegelt haben. Das Wasser war auch echt eisig, aber das hat
es irgendwie perfekt gemacht.
Baumarkt in Invercargill
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| Glücklicher Papa neben dem Motorrad |
Der Film "The fastest Indian" (oder "Mit Herz
und Hand") ist toll. Totales Neuseeland Klischee und sehr witzig. Und dazu
noch auf einer wahren Begebenheit basierend. Falls ihr den noch nicht gesehen
habt, solltet ihr euch den also wirklich unbedingt mal anschauen.
Ich habe ihn auf der Nordinsel in Galatea mit Alf, Margret
und Sophie gesehen. Wir waren total begeistert.
Ich bin ja sonst eigentlich nicht so die krass Motorrad
begeisterte (obwohl ich gerade genau dazu werde :D ), aber durch den Film war ich
wirklich an diesem Motorrad interessiert. In diesem Baumarkt konnte man sich
umsonst (!!!) das Motorrad aus dem Film UND das echte Motorrad (von der
"Wahren Begebenheit") anschauen. Das war schon irgendwie cool.
Außerdem ist Papas Begeisterung echt ansteckend gewesen. Er
war total von den alten Motorrädern und dem so gut sortierten Baumarkt
fasziniert, dass man sich nicht davor retten konnte selbst fasziniert zu sein
;)
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| Nicht mehr im Baumark, aber im MotorcycleMecca. Papas Paradies |
Bluff Hill
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| Aussichtspunkt auf ca. halber Höhe des Bluff Hill |
Von unserem Campingplatz in Bluff aus haben wir mit unserer
Nachbarin, einer anderen Backpackerin, abends noch einen kleinen
"Spaziergang" zum Stirling Point und auf den Bluff Hill unternommen.
Der Stirling Point ist das "Ende" das SH1, der
sich durch ganz Neuseeland erstreckt. Er startet am nördlichsten Ende Neuseelands
- am Cape Reinga.
Dort haben wir durch Zufall einen krassen Menschen
getroffen. Er hat uns angesprochen, ob wir von ihm ein Foto machen können, weil
es für ihn gerade ein ganz besonderer Moment war, hier zu sein. Es stellte sich
heraus, dass er gerade den "Te Araroa Trail" beendet hatte. Das heißt
er ist vom Cape Reinga, bis hier her GELAUFEN! Gelaufen Leute, gebt euch das.
Fucking 3.000km ist er gelaufen! Alleine. Absolut beeindruckend. Er hat dafür
(wenn ich mich richtig erinnere) über 5 Monate gebraucht.
Danach dachten wir uns, gehen wir mal fix auf den Bluff Hill
rauf. Aber mit fix war da nicht viel. Der Spaziergang ist eher in eine
Wanderung ausgeartet. Schön war es trotzdem. Aber vor allem haben wir viel mit
unserer Campingplatz-Nachbarin gequatscht - und sie war es, die mich dann
letztendlich davon überzeugt hat, dass es sich auch lohnt, alleine ein Auto zu
kaufen. Danke <3
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| Auch auf halber Höhe |
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| Endlich oben! Obligatorisches Foto... |
Purakainui Bay
Dort haben wir gecampt. Der Weg zum Campingplatz war eine
einspurige Schotterstraße, sodass wir uns schon gefragt haben, ob wir uns nicht
doch verfahren haben. Als wir aber ankamen lag ein wundervoller Campingplatz
direkt an der Bucht vor uns - mit für diese Schotterstraße erstaunlich vielen
Menschen mit gewaltigen Wohnwagen. Scheint ein Geheimtipp zu sein.
Wir waren abends im Dunkeln noch am Strand spazieren. Es war
total ruhig und naja, dunkel halt. Das Meer wirkt im Dunkeln irgendwie ganz
anders. Ihr wisst bestimmt was ich meine. Man sieht das Wasser und die Wellen
nicht wirklich, sondern nur die Spiegelung des Mondes. Das Rauschen der Wellen
ist im Dunkeln viel intensiver.
Am nächsten Morgen sind wir sehr zeitig gestartet, weil wir
sehr zeitig an den Cathedral Coves sein mussten. Die kann man nämlich nur bei
Ebbe besuchen. Die Bucht sah in der Morgendämmerung jedenfalls magisch aus.
Auf dem Weg zurück auf die Straße sind wir dann noch von
einer Schafherde aufgehalten worden. Quer über die Straße stand eine Reihe
Kanister als Blockade. Wir waren uns nicht sicher, ob wir vorbei können, sind
dann im Endeffekt aber doch weiter gefahren. Kaum waren wir um die erste Kurve
rum blickten uns die ersten Schafe an. Wir also wieder im Rückwärtsgang zurück
und erstmal 5 Minuten mit Müsliriegel in der Hand eine blökende Schafherde
vorbei rennen sehen. Am Ende kam der Farmer mit seinen Hunden, der meinte wir
hätte auch durchfahren können - aber zuschauen war wesentlich witziger.
Antarctic Center in Christchurch
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| In der Kältekammer |
Das Antarctic Center ist zwar teuer, aber es lohnt sich,
finde ich auf jeden Fall. Total viele spannende Infos, und es gibt super viele
Extras, wie zum Beispiel eine Kältekammer mit echtem Schnee, in der ein
Antarktiksturm simuliert wird, eine Fahrt mit so einem Antarktikmobil über ein
Versuchsgelände, Huskys zum Streicheln und anschauen, ein Becken voller
geretteter Pinguine, ein 4D Kino und und und… Ist wirklich sehr spannend. Darin
kann man Tage verbringen.
Wirklich in meinem Kopf geblieben ist es aber dadurch, dass
es die letzte Unternehmung mit meinen Eltern war, bevor sie wieder in den
Flieger zurück ins kalte Deutschland gestiegen sind. Da war die mit der Zeit gekommene
Selbstverständlichkeit, mit meinen Eltern durch Neuseeland zu fahren schon
wieder am Schwinden. Das gibt dann nochmal einen völlig anderen Winkel. Man
wertschätzt alle Unternehmungen gleich wieder viel mehr, wenn es nicht mehr
selbstverständlich ist.
Die Catlins allgemein
Louise hat dauernd von den Catlins geschwärmt und ich kann
total nachvollziehen warum und das nur bestätigen. Wir haben mit Abstand am
meisten Zeit dort verbracht. Um es mit Louises Worten zu beschreiben: "Es
ist einfach unberührte, starke, raue Natur". Treffender könnte ich es nicht
sagen.
Die Natur ist auch einfach total abwechslungsreich. Du
fährst 5 Minuten und kommst vom Regenwald in irgendeine Art Steppe oder
Küstenwald oder geschwungene Hügel oder whatever. Da fällt es einem schön
ziemlich schwer sich auf die Straße zu konzentrieren. Es gibt so viel zu sehen! Im Anschluss ein paar "Impressionen" zum durchscrollen (Achtung, danach geht es noch weiter)
Alles in allem denke ich, unser Trip war für uns perfekt
genauso wie er war. Wir haben niemals alles Sehenswerte gesehen und haben den
Norden der Südinsel komplett ausgelassen, aber darum geht es ja auch gar nicht.
Wir hatten viele wunderschöne Momente, haben tolle Dinge erlebt und haben uns
nicht vom "Ich-will-so-viel-wie-möglich-sehen Wahn" stressen lassen,
sondern uns die Zeit genommen, die wir wollten und wunderschöne Orte auf dem
Weg entdeckt. Ich fand unseren Roadtrip jedenfalls unvergleichbar und habe mir
sehr viele Erinnerungen mitnehmen können.
An der Stelle noch Ganz Lieben Dank an Louise, die mir
geschrieben hat, was Julias und ihre Highlights auf der Südinsel waren. Unsere
Tour hat sich ziemlich stark daran ausgerichtet - und das war just perfect!
Weitere "erwähnenswerte Bilder"
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| Am Arthurs Pass |
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| Arthurs Pass |

Das müsste am Wasserfall "The Roaring Billy" gewesen sein.

Siehe oben

Schwimmen im Eiskalten Lake Wanaka. Boundary Creek Camping Platz

Am Lake Manapouri. Glampen in der Possum Lodge

Cathedral Coves im Hintergrund

In der Cathedral Cove

Nugget Point Lighthouse

Touri-Stopp an den Moeraki Boulders. Eine Challenge, ein Bild ohne Leute zu bekommen...

Transitional Cathedral in Christchurch. ("Ersatzkirche" nach dem Erdbeben, wie ein Kartenhaus gebaut, die Säulen sind aus einer Art Pappe)

Verabschiedung am Gate :/


































































Wir können nur sagen: "Einfach toll, überwältigend!!!" Danke für deinen anschaulichen und interessanten Bericht. Wir wünschen dir weiter eine gute Zeit und nette Begegnungen.
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